Hochsitz
Portfolio 2
Portfolio 3
Portfolio 4

Allgemeines

  • Das Rotwild gehört zur Gattung der Cerviden (Wiederkäuer - Knochenträger).
  • Die Cerviden werfen das Gehörn bzw. Geweih ab.
  • Sie haben keine Gallenblase, sondern nur Gallengänge.
  • In den Ruhepausen wird wiedergekaut.
  • Das Rotwild hat einen sichtbaren Wedel.

Färbung

  • Die Sommerfarbe ist gelblichrot bis rotbraun
  • Die Winterfarbe ist grau bis graubraun
  • Das Kalb ist bis zum Herbst rotbraun mit gelblichweißen Flecken auf der Rumpfoberseite

Sozialverhalten

  • Das Rotwild lebt in Rudeln (Hirschrudel und Kahlwildrudel - weibliche Stücke). Im Kahlwildrudel können jüngere Hirsche dabei sein.
  • Außerhalb der Paarungszeit (Brunftzeit) wird das Kahlwildrudel von einem Alttier angeführt.
  • Ein Alttier ist ein weibliches Stück, das bereits gesetzt hat. Es führt sein eigenes Kalb bis vor dem nächsten Setzen. In der Paarungszeit (Brunftzeit) wird das Kahlwildrudel von dem Platzhirsch zusammengehalten.
  • Bei dem Platzhirsch handelt es sich immer um den stärksten Hirsch. Kann das Rotwild wegen zu starker Beunruhigung nicht auf seine Äsungsflächen austreten, können im Wald starke Wildschäden (Schälschäden!!) entstehen.
  • Als Lautäußerungen sind das Schrecken, Mahnen und Klagen bekannt. Hinzu kommen die Brunftrufe des Hirsches (Röhren, Trenzen und Knören).

Paarungs- und Setzzeit

  • Die Brunftzeit (Paarungszeit) ist in den Monaten September und Oktober.
  • Der Hirsch kommt zum aufnahmefähigen Tier.
  • Die Tragzeit dauert 8,5 Monate (keine Eiruhe).
  • Die Alttiere setzen im Juni 1 Kalb, selten 2 Kälber.

Biotopansprüche

  • Das Rotwild benötigt großflächige Lebensräume, in denen es sich zurückziehen kann.
  • Früher war das Rotwild ein typisches Steppentier. Wir Menschen haben es aber im Laufe der Jahrhunderte in den schützenden Wald zurückgedrängt.
  • Die Möglichkeit der Anlage von Suhlen - zur Anlage eines Schlammpanzers zur Abwehr gegen Insekten und Parasiten - muss gewährleistet sein.

Bestandssituation und Folgen

Durch den Straßenbau und verschiedene Formen intensiver Landnutzung wird der Lebensraum des Rotwildes immer kleiner. Die Jäger kämpfen dafür, dass diese Entwicklung gestoppt wird, damit der "König der Wälder" uns noch lange erhalten bleibt. Auf Anregung des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen wurde das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen gebeten, im Rahmen der jeweiligen Planungsverfahren sicherzustellen, das die entsprechenden Informationen zu den dringlichen und vorrangig notwendigen Korridoren für die Wildtiere - in Abstimmung mit der Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten (LÖBF) - künftig dem Verkehrsministerium zur Verwirklichung von Grünbrücken zur Verfügung gestellt werden.